Für wen die Darmsanierung infrage kommt
Zu mir kommen Menschen mit Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder unregelmäßigem Stuhlgang. Andere haben eine Antibiotikatherapie hinter sich, vermuten Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder möchten ihre Ernährung grundlegend umstellen und dabei begleitet werden.
Es muss aber nicht immer eine Erkrankung sein und es müssen nicht immer Schmerzen sein. Auch Störungen, die man lange mit sich herumträgt, können die Lebensqualität erheblich einschränken.
Die drei Säulen
Ich arbeite auf drei Ebenen gleichzeitig – Ernährung, Symbioselenkung und, wenn es passt, die Colon-Hydro-Therapie.
Ernährung: der Diätplan
Ich arbeite mit dem Konzept der basischen Ernährung nach Karin Schaper, für das ich als Ernährungsberaterin ausgebildet bin. Sie bekommen ein fertiges Konzept: eine Liste der Lebensmittel je Phase, Rezepte und einen Wochenplan.
Es beginnt mit einer streng basischen Phase über mindestens fünf bis vierzehn Tage – dabei kann es zu Umstellungserscheinungen kommen, worauf ich Sie vorbereite. Danach folgt ein langsamer Aufbau. Die Dauerernährung enthält etwa 20 Prozent säurebildende und 80 Prozent basenbildende Lebensmittel.
Symbioselenkung: der Einnahmeplan
Anhand des Laborbefunds stelle ich zusammen, was Sie über den Zeitraum einnehmen. Häufig sind das Probiotika, Pflanzenextrakte, Ballaststoffpräparate und Bitterstoffe.
Welche Präparate in welcher Reihenfolge und Dosierung – das ergibt sich aus Ihrem Befund und nicht aus einer Standardliste.
Colon-Hydro-Therapie
Der Dickdarm wird über ein geschlossenes System mit temperiertem Wasser gespült. Sie liegen entspannt auf der Liege, in einer Stunde laufen etwa 5 bis 10 Liter Wasser durch den Darm.
Sie müssen nichts mitbringen und sich nicht vorbereiten; empfehlenswert ist, zu diesem Zeitpunkt in Phase 1 oder 2 des Ernährungsplans zu sein.
Wann ich die Colon-Hydro-Therapie nicht durchführe: bei Herzerkrankungen, bei schweren Nierenerkrankungen und bei akuter Divertikulitis. Vor jeder Anwendung kläre ich im Gespräch, ob in Ihrem Fall etwas dagegen spricht. Die Colon-Hydro-Therapie ist kein Pflichtbestandteil der Darmsanierung – viele Verläufe kommen ohne sie aus.
Optionale Zusatzbausteine
Auf Wunsch ergänze ich die Darmsanierung um einzelne Bausteine. Nötig ist keiner davon – sinnvoll manchmal schon.
Hormonstatus
Eine zusätzliche Laboruntersuchung, wenn im Gespräch Hinweise darauf auftauchen, dass hormonelle Zusammenhänge eine Rolle spielen.
Akupunktur
Begleitend zur Darmsanierung, nach den Grundsätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auf Wunsch mit Laser statt Nadel.
Psychologische Aspekte
Wer möchte, kann die seelische Seite der Verdauungsbeschwerden mit mir erarbeiten – ich bin in systemischer Beratung nach der Integralis-Methode ausgebildet. Anhaltende seelische Belastungen gehören in psychotherapeutische oder ärztliche Hände; dorthin verweise ich, wenn es angezeigt ist.
Wie Sie sich vorbereiten
- Bringen Sie vorhandene Arztbriefe, Laborbefunde und Vorbefunde mit.
- Notieren Sie alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Präparate, die Sie einnehmen – mit Dosierung.
- Führen Sie in der Woche vor dem Termin ein Ernährungsprotokoll: Datum, Tageszeit, Essen, Trinken, Snacks, Befinden. Eine Woche genügt, und es ist die beste Vorarbeit, die Sie leisten können.
- Für die Stuhlprobe müssen Sie nichts vorbereiten – das Set bekommen Sie von mir mit einer Anleitung.
Was Sie zuerst ärztlich abklären lassen sollten
Es gibt Beschwerden, bei denen eine naturheilkundliche Begleitung nicht der erste Schritt ist. Bitte lassen Sie in diesen Fällen zuerst ärztlich abklären, was dahintersteckt:
- Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl
- ungewollter Gewichtsverlust
- anhaltende starke Bauchschmerzen oder Fieber
- eine deutliche Veränderung der Stuhlgewohnheiten, die über Wochen anhält
- Darmkrebs in der Familie oder eine anstehende Vorsorgeuntersuchung
Ich arbeite gern begleitend zu einer ärztlichen Behandlung – aber nicht anstelle einer notwendigen Abklärung. Wenn mir im Erstgespräch etwas auffällt, das ärztlich untersucht werden sollte, sage ich Ihnen das.
Häufige Fragen zur Darmsanierung
Was macht eine Heilpraktikerin bei einer Darmsanierung?
In meiner Praxis besteht die Darmsanierung aus sieben Schritten: Anamnese, körperliche Untersuchung, Stuhlbefund im Labor, Einnahmeplan (Symbioselenkung), Diätplan auf Basis der basischen Ernährung, Folgetermin und abschließender Folgebefund. Ergänzend kann eine Colon-Hydro-Therapie hinzukommen.
Wie lange dauert eine Darmsanierung?
Bei mir umfasst sie einen Zeitraum von etwa drei Monaten, von der Anamnese bis zum Folgebefund. In dieser Zeit sehen wir uns in der Regel drei- bis viermal.
Was kostet eine Darmsanierung beim Heilpraktiker?
Ich rechne nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) ab; die Laborkosten für den Stuhlbefund kommen gesondert hinzu. Eine Aufstellung der einzelnen Positionen finden Sie im Abschnitt Kosten auf dieser Seite.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen heilpraktische Leistungen nicht oder nur in Einzelfällen. Private Krankenversicherungen und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen erstatten meist einen überwiegenden Teil. Klären Sie den Umfang bitte vorab mit Ihrer Versicherung.
Ist eine Darmsanierung nach einer Antibiotikatherapie sinnvoll?
Viele Menschen kommen mit genau diesem Anliegen zu mir. Ob und was im Einzelfall sinnvoll ist, entscheide ich nicht pauschal, sondern anhand des Stuhlbefunds und des Gesprächs. Es kann auch das Ergebnis sein, dass eine begleitete Ernährungsumstellung ausreicht.
Muss ich den Stuhltest in der Praxis abgeben?
Nein. Sie erhalten von mir ein Stuhlabnahme-Set mit Anleitung für Zuhause und senden die Probe an das Labor. Sobald der Befund vorliegt, vereinbaren wir den Termin zur Besprechung.
Gehört eine Colon-Hydro-Therapie immer dazu?
Nein. Sie ist eine mögliche Ergänzung, kein Pflichtbestandteil. Ob sie infrage kommt, entscheide ich anhand des Befunds und Ihrer Verträglichkeit. Bei Herzerkrankungen, schweren Nierenerkrankungen und akuter Divertikulitis führe ich sie nicht durch.
